Mind over matter

Dieses Mantra kennt man vor allem von fernöstlichen Philosophien und ihren „verwestlichten“, kommerzialisierten Ablegern, sei es Kung Fu, Joga oder Buddhismus und dergleichen mehr.
Es geht dabei darum, eine solche Körperspannung und –kontrolle zu entwickeln, dass der Verstand den Körper zu allem, man möchte fast sagen „missbrauchen“ kann, was man sich in den Kopf setzt. Auf diese Art gehen Menschen über glühende Kohlen, stoßen sich Schwerter durch den Körper oder liegen auf Nagelbrettern, alles dadurch, dass sie sich in einen trance-artigen Zustand versetzen, meist durch Meditation, und so lernen, ihren Körper auf solche unvorstellbare Weise zu beherrschen.
Dazu gibt es dann noch passend solche Floskeln, dass eben der Glaube Berge versetzen kann und mit dem richtigen Willen alles möglich ist.
Mit solcher Kontrolle und Selbstbeherrschung, aber auch viel Überwindung, arbeiten viele Therapeuten, die sich mit Phobien beschäftigen.

Es geht darum, seine Ängste zu überwinden und auf diesem Weg einerseits zu realisieren, dass das gefürchtete Übel vielleicht doch kein so großes ist, oder sich andererseits wenigstens soweit damit zu arrangieren, dass man mit der Angst umgehen und Leben kann.
Dazu bedienen sich Therapeuten eben so genannter „facing your fears“-Techniken, bei denen es um die teils langsame und schrittweise, aber direkte Konfrontation mit der Angst geht, alles natürlich mit psychologischer und psychotherapeutischer Begleitung und Kontrolle. Man lässt also beispielsweise Arachnophobiker Spinnen berühren oder bringt Menschen mit Zahnarztangst zum Dentisten.
Das Ganze soll natürlich möglichst schonungsvoll für den Patienten ablaufen, sodass er sich im zweiten Beispiel vielleicht erstmal mit der Praxis vertraut macht, danach den Zahnarzt als Menschen, weniger als Peiniger, kennen lernt und auch Geräte oder Ähnliches erklärt bekommt. Auf diese Weise fühlt sich der Patient bereits viel sicherer und allein das reduziert die Stresssituation schon ganz erheblich.
Mit etwas Glück kann der Patient auf diese Weise sogar ganz frei von seiner Furcht werden.

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